Frau Holle

Zusammenfassung: Wer die Naturanschauung unser alten heidnischen Ahnen verstehen möchte, muß erst einmal begreifen, in welch einem kulturell-geistigen Zustand er sich selbst befindet, und wie es zu diesem geistige kulturellen Zustand kam. Daher werden anfangs der Ursprung unserer heutigen geistigen Kultur kurz erläutert, um dann die Naturauffassung unsere alten heidnischen Ahnen kurz zu beschreiben. Hierdurch können die geradezu gegensätzlichen Geistesverfassungen erst anschaulich gemacht werden. Es wird daraufhin auch mit wenigen Wort angedeutet, warum wir heute die alten Götter unser heidnischen Ahnen nicht in ihrer alten Form wieder aufleben lassen können.

Frau Holle

 

Die alte Naturanschauung

Bevor ich mit mit dem Thema die 'alten Heiden und ihre Weltanschauung' beginne möchte ich noch einige grundsätzlichen Worte niederschreiben, damit wir uns bewußt werden, in welcher Zeit wir heute leben und welche Ideale wir heute vergöttern. Wenn wir uns ernsthaft mit unseren Vorfahren befassen wollen, dann ist dieses Wissen sehr wichtig. Denn wir müssen uns heute bewußt werden, wie weit wir uns geistig von unseren Vorfahren entfernt haben. Nur so sind wir in der Lage uns in eine andere geistige Lebenswelt zu versetzen.

Vom 3/4-Judentum dürfen wir in dieser Hinsicht keinerlei Hilfe erwarten - eher mit dem Gegenteil müssen wir rechnen. Schließlich handelt es sich doch bei all diesen Religionen um jüdische Sekten, um Indoktrinationen bzw. religiösem Fanatikertum. Um ihren religiösen Fanatismus zur allumfassenden Kultur zu erheben, ist ihnen daher jeder Andersgläubige, jeder Zweifler ein Feind der eigenen Religion. Ein Feind, den sie gemäß ihrem Fanatismus bekämpfen und vernichten müssen. Die stets von den Politikern gebetsmühlenhaft betonte religiöse Toleranz ist also eine reine Schimäre, die allein der Verdummung der Völker dient.

Ursprung unserer heutigen geistigen Kultur
Auch wenn unser heutiges Wissen sehr stark auf das Wissen unserer heidnischen Ahnen basiert; von der Art der Vermittlung dieses Wissens - also von Charakter des Bildungssystems her - ist diesen "Wissen" sehr stark von der Religion des sogenannten Christentums - einer Sekte des Judentums geprägt. Wir erkennen dieses allein schon daran, daß man von offizieller Seite her unseren Vorfahren bis heute als Babaren bezeichnet und praktisch jede Art von ziviler Kultur abspricht. Ein Blick in die Schulliteratur genügt, um solches zu erkennen.

Das Judentum selbst - also die Mutterreligion des sogenannten Christentums - hat aber seine wesentlichen Wurzeln in der Religion des Pharaonenreichs. Ein Reich, wo es irdische Götter gab - die Pharaonen. Ein Reich, wo das Streben ein irdischer Gott zu werden, das Leben der Mittel- und Oberschicht bestimmte. Wir dürfen uns durch die vielen bunten Bilder in nahezu zahllosen prunkvoll aufgemachten Büchern über das Reich der Pharaonen nicht täuschen lassen. Das Leben im antiken Ägypten war von Extremen bestimmt: Jeder Vorgesetzte war für seine Sklaven bzw. Diener ein Gott und dieser "Gott" hielt seine Sklaven als auch Diener für Tiere. Lobhudelei gegenüber der höheren Obrigkeit in Extremform und totale Unterwerfung unter die höhere Obrigkeit, sowie Rücksichtslosigkeit gegenüber seinen Untertanen bestimmte das Leben in dieser Kultur. Dieser Tatbestand wird aber so gut wie in keinem dieser Glanz-Ausgaben genannt!

Das letzte Glied in der gesellschaftlichen Hierarchie waren die Bauern (Fellachen). Obwohl die ganze Gesellschaft des Pharonenreichs im Grunde von der schweren unermüdlichen Arbeit der Bauern lebte, wurden sie, die Bauern, wie der letzte Dreck behandelt. Ihre gesellschaftliche Stellung war geringer als die der Haustiere. Sie lebten in kleinen Hütten, die weder Fenster noch Türen hatten. In diesen Hütten befanden sich weder Tisch, Stühle noch Betten. Nahezu die gesamte Ernte wurde den Bauern durch die beauftragten Eintreiber genommen, sodaß sie sich weitgehend von grünen Pflanzen der Wiesen und Wegrändern ernähren mußten.

Einen Bauern zu töten, war kein Frevel - ein Haustier zu töten hingegen schon. Versuchten einzelne Bauern ihrem Elend durch Flucht zu entfliehen, wurde deren ganze Sippe dafür haftbar gemacht und zusätzlich noch terrorisiert. Wurde ein Bauer bei seiner Verfolgung gefaßt, so war es schon nahezu Sitte, daß man diesen totschlug und als abschreckendes Beispiel den Seinigen vorführte und dieser danach irgendwo wie Vieh verscharrte. Diese Kultur war von Menschenverachtung gegenüber dem einfachen Menschen geprägt, wie wir uns es heute kaum vorstellen können. Eine Kultur des Faschismus in Reinform. Das sogenannte Tausendjährige Reich und ähnliche Staatsformen haben also uralte Wurzeln.

Wenn wir aber heute Bücher über das antike Ägypten in den Geschäften sehen, dann sind es Bücher über das Leben der einstigen Elite. Diese Elite wird glorreich mit vielen bunten Bildern umfangreich dargestellt - das antike Ägypten erscheint dort geradezu als das alte Paradies für Jedermann. Wer aber genauer hinschaut, wird merken: Das Landvolk kommt darin nur als Zugtiere für den Bau von Pyramiden vor. Dem einfachen Volk war ja auch jeder Weg zur Bildung versperrt. Wenn wir also auf den antiken Bildern über den Bau der Pyramiden eine riesige Anzahl von Menschen als Zugtiere sehen, so ist das nur zu logisch und auch aus deren Kultur heraus konsequent. Denn die Zugtiere, wie Ochsen und Pferde waren der damaligen Elite für derartige Zwecke viel zu kostbar - viel zu wertvoll gewesen.

Das einfache Volk wurde mit Angst und Schrecken regiert. Viele Techniken, welche sich die Elite um dem Pharao ausdachte, hatte oft nur diesen einen Zweck: Den Pharao als allmächtigen Gott über alle Menschen erscheinen zu lassen. Wie in der Bibel beschrieben "Mache dir die Erde untertan", so können wir das wörtlich nehmen: Alles was auf der Erde fleucht und kreucht, hat Untertan zu sein, mit dem man nach seinem Gutdünken umgehen kann - mit einer Ausnahme: Jene, die Mächtiger sind als man selbst ist.

Diese Geisteshaltung hat sich in vielen Bereichen unseres Lebens bis in die heutigen Tage erhalten. Sie äußert sich nicht nur in der Arrognaz, Heuchelei und Verlogenheit der Führungselite. Auch die heutige parasitäre Medizin-Industrie mit ihren oft mystischen "Untersuchungsmaschinen" und mit ihrer Geheimsprache, das Latein - auch ist ein solch geistiges Erbe. Ebenso ist die alltägliche Weltuntergangs-Propaganda in den Massenmedien ein Erbe dieser einstigen Kultur. Auch die faschistoiden Auswüchse in der heutigen Gesellschaft als auch die Gesinnungsverfolgung gegenüber Andersdenkenden hat hier ihre geistige Wurzeln.

Jene Geisteshaltung von heute "es sei humane Pflicht sich als gewinnbringender Organspender jederzeit bereits zu halten", "die Germanische Neue Medizin ist Teufelswerk", "Andersdenkende sind Extremisten, Faschisten, Neonazis, Radikale, Terroristen" usw. - also die Bosheit in Person und jene Bösen sind daher mittels aller erlaubten Mittel unter die herrschende Ideologie und Religion zu zwingen oder andernfalls auszurotten, ist daher nur zu verständlich. Denn man projiziert alle seine eigenen Eigenschaften auf die Andersdenkenden, um sich selbst so geistig zu "reinigen".

Auch Maßlosigkeit, die bekannte Selbstbedienungsmentalität und Unverschämtheit in den Ansprüchen gegenüber Anderen sowie der Allgemeinheit hat hierin seine moralischen Wurzeln. Daß heute die Führungselite der Banken, Wirtschaft usw. nahezu traumhafte Gehälter bekommen, während die Beschäftigten wie Rindvieh gehandelt werden, die man schinden, vertreiben oder "schlachten" (sprich entlassen) kann, liegt also voll in dieser Art von Geisteshaltung.

In der heute gepredigte Moral bedeutet Humanität daher stets, daß der Wehrlose sich den Wünschen der Wehrhaften bedingungslos zu unterwerfen hat. Die Praxis der sogenannten Organspende, wo Verkehrsopfer in den Krankenhäusern oft gegen ihren eigenen Willen und den der Angehörigen regelrecht ausgeweidet werden, auch sie hat in diesem Erbe ihre moralisch-sittliche Wurzel. Dieses Erbe findet auch seinen Ausdruck darin, daß insbesondere Opfer von Gewalt sich vor den Gerichten Hohn und Spott gefallen lassen müssen - ja solches nahezu die Regel ist. Dieser Geist des alten Ägypten wurde mit den sogenannten Christentum nach Europa exportiert und mit Feuer und Schwert den Menschen in ihre Hirne gebrannt und herrscht daher auch heute noch in den Köpfe der Menschen.

Das ganze heutige Blabla über "Achtung der Menschenwürde", "Humanismus, Frieden, Gerechtigkeit" usw. sollte wir stets unter Beachtung dieser Fakten bewerten. Allein schon die Floskeln betreffs Frieden, Demokratie usw. auf der einen Seite und die mit nichts zu rechtfertigenden kriegerischen Überfälle auf Länder wie zum Beispiel Vietnam, Korea, Jugoslawien, Irak und Afghanistan usw. auf der anderen Seite zeigt bereits die vom Grund auf herrschende pharaonische Heuchelei. Genau so reiht sich das Gesetz, welches die Aufzucht von Ersatzteil-Menschen in Großbritannien erlaubt, in diese Denkkultur vollkommen schlüssig ein.

Auch die alltägliche Geisteshaltung "Die Natur hat uns Menschen bedingungslos zu dienen - wo sie es nicht tut, wütet die Natur als Feind des Lebens gegen uns." ist ebenfalls ein Erbe des antiken Ägypten. Ein wirklicher Naturschutz, der diesen Namen verdient, ist daher in dieser heutigen Kultur gar nicht machbar. Allein schon die Profitinteressen - von denen diese Gesellschaft bestimmt wird - kann einen echten Naturschutz gar nicht zulassen. Auch der Charakter jener oliv-grünen Partei zeigt uns deutlich, welches Geistes Kind diese Truppe ist.

Herkunft unserer Ahnen
Hier besteht noch viel Ungereimtes. Die Einen sagen, unsere Vorfahren kamen aus dem fernen Südostasien - aus Indien und Iran. 1) Doch allein schon die Begründungen, wie sie durch die Nationalsozialisten geprägt wurden und die heute immer noch gelehrt wird, scheinen mir extrem sonderbar: »Weil sich noch heute dort arisch-stämmige Menschen in den hohen Kasten befinden.« Man mag das mit der hohen Kaste ja ehrenhaft empfinden; doch das beantwortet noch lange nicht, wie diese vor vielen Jahrhunderten bis Tausenden von Jahren aus dem dortigen Konglomerat stark voneinander unterschiedenen Menschen (von sich aus) so weitgehend genetisch einheitlich enstanden sein sollten und es zuden auch kaum Misch- bzw. Übergangsgruppen von Menschentypen gibt.

Zudem fragt sich dann auch noch, wie der Nordische Menschentyp zu derartig großen kulturellen Leitungen, wie die Scheibe von Nebra usw. gelangt sein sollte. Denn, so etwas fällt den Menschen nicht von heut auf morgen ein. Um zu einer solchen Leitung zu gelangen, braucht es eine dringende materielle Notwendigkeit und viele Jahrtausende an Erfahrungen, die über diesen langen Zeitraum auch an die nachfolgenden Generationen präzise weiter gegeben werden mußten. Anders als im mittel- bis nordeuropäischen Raum gab es im indischen Raum keine Grundlagen noch eine Notwendigkeit für eine solche kulturelle Leitung!

Die andere Erklärungen, daß unsere Ahnen aus dem nordischen Osteuropa (dem ehemaligen russischen Reich) stammen könnten, ist weit eher einleuchtend. 2) Es ist ja nicht nur die enge genetische Verwandtschaft, die das nahe legt; auch in den alten Nordischen Sagen kommt dieses östliche Reich immer wieder als nahe verwandtes Gebiet vor - als das riesige Reich der Vorfahren der damaligen Ahnen und an deren nördlichen und östliche Grenzen die Urkräfte der Natur und Riesen wohnen. Wenn dieses Gebiet der Lebensraum unserer frühen Ahnen war, dann läßt sich auch erklären, wie und warum unsere Ahnen zu ihrem hohen Stand des Wissens und Kultur kommen konnten. Denn auch dort war man gezwungen der Natur all das abzuringen, was die Menschen zum Überleben brauchten.

Die Kultur der alten Heiden
Wenn wir realistische Betrachtungen über unsere heidnischen Ahnen anstellen wollen, so müssen wir uns in eine völlig andere geistige Welt versetzen können, wo eine völlig andere Geisteshaltung herrschte. Wir dürfen daher das Wissen unserer einstig heidnischen Ahnen nicht mit den heutigen Maßstäben messen. Wenn wir solches tun, dann laufen wir geistig unweigerlich in die Irre. Als groben geistigen Leitfaden können wir das Leben noch lebendiger Naturvölker nehmen, wobei wir deren gelebten und durchlebten Kulturstufen mit beachten müssen.

Bei unseren heidnischen Ahnen - vor Tausenden von Jahren - war das Bäuerliche die bestimmende Kultur. Einen König oder Fürsten brauchte man nicht - diese wurden erst viel später als zeitweise gewählte Vertreter eingesetzt, um Verhandlungen mit benachbarten und fremden Stämmen zu führen oder Kampfhandlungen zu koordinieren. Der Name 'Herzog' deutet bereits darauf hin - jener der vor dem Heer zog - also das Heer im Kampf anführte.

Die bäuerliche Sippe war eine geschlossene Gemeinschaft, wo selbst die Knechte und Mägde noch eine geachtet Rolle einnahmen. Auch hier gab es (wie ja auch in allen gruppenhaften Lebensformen in der Tierwelt) eine feste Hierarchie. Doch sie war nicht so, daß die Knechte und Mägde völlig rechtlos waren - auch sie standen unter dem Schutz der Sippe. Das fand seinen Ausdruck auch darin, daß auch die Knechte und Mägde sich voll zur ihrem Oberhaupt bekannten und zum Schutz der Sippe beitrugen. Denn ihnen war bewußt: Ihr Schutz durch die Sippe konnte nur durch eine starke Sippe gewährleistet werden.

Natürlich nahm der Bauer und seine Frau - also die Eigentümer über das Land und der dazugehörigen Gehöfte - eine Sonderstellung ein. Doch auch die Knechte und Mägde hatten ihre angemessene Unterkunft in dieser Gemeinschaft. Keinem Bauern fiel es daher ein, seine Knechte und Mägde mutwillige zu mißhandeln oder gar zu töten - er hätte damit einen Fluch über seinen Hof gelegt. Kein Knecht, keine Magd müßte dann bei ihm bleiben.

Wenn wir also realistische Betrachtungen über unsere heidnischen Ahnen anstellen wollen, so müssen wir uns in eine völlig andere geistige Welt versetzen können, wo eine völlig andere Geisteshaltung herrschte. Unsere heidnischen Ahnen hatten noch sehr engen Kontakt mit der Natur. Alles in der Natur war unseren alten Heiden heilig - alles hielten sie für beseelt - die Tiere, Pflanzen, Quellen, Steine usw. Der laue Wind war nicht nur Wind, Sturm war nicht einfach nur ein Sturm, Tag war nicht nur einfach Tag und Nacht nicht nur Nacht, der Regen nicht einfach Regen und Schnee nicht nur Schnee, der Lenz nicht einfach Lenz, der Blitz nicht eine elektrische Entladung der Wolken, eine schwere Krankheit nicht nur eine Krankheit usw. sondern alles in der Natur war die Sprache der Götter. Es kam also darauf an, die Sprache der Götter zu verstehen: Was wollten die Götter und Geister den Menschen damit sagen? Welche Hinweise wollten die Götter ihren Schützlingen damit geben?

Unsere Ahnen brauchten daher keine Angst und Schrecken erregenden Götter im Himmel oder in anderen unsichtbaren Bereichen. Die Götter waren für sie in der gesamten Natur allgegenwärtig. Und da jeder Mensch - gemäß der Auffassung unserer Ahnen - ein Teil der Natur ist, träg auch jeder seine Götter ins sich. Viele heutige Redewendungen zeugen noch davon. In jedem Haus hatte man daher einen Göttersitz, womit man seinen Göttern bzw. Gott des Hauses eine Bleibe schuf. Denn die Götter waren damals keine strafenden Götter, sondern Beschützer und Helfer der Menschen.

Man brauchte daher keine Kirchen und glaubte nicht an einem allmächtigen Gott, wie das heute im Judentum und deren Sekten geschieht. Die Gottheiten unserer Ahnen waren wohl mächtig aber nicht allmächtig. Unsere Ahnen gingen dort hin, wo sie gemäß ihrer Auffassung in der Natur den jeweiligen Gott vermuteten - sie gingen in den Wald, auf ihre Felder, an einen Fluß usw. und brachten dort durch entsprechende Rituale den Göttern ihren Dank und Ehrfurcht entgegen. Man erlebte das wirken der Götter alltäglich. Wenn z.B. im Winter die Schneestürme wütend brausten, war Wothan mit seinem Gefolge unterwegs - man blieb dann Zuhause - man wollte nicht unnütz die Götter herausfordern. Man baute nicht dort seine Haus oder Hütte, wo Lawinen oder Felsbrocken vom Berg herunter brausen konnten - denn man wollte die Berggeister nicht zürnen.

Das war derzeit jedem Menschen so selbstverständlich, daß man solches in den Sagen oft gar nicht gesondert erwähnte. Im der gesamten Umwelt kannte man solches gar nicht anders. Und warum sollte man den Nachkommen etwas erklären, was doch für jeden in dieser Kultur eine Selbstverständlichkeit war?! In den alten Märchen der Gebrüder Grimm kommt solches oft noch zum Ausdruck. Ich erinnere beispielsweise an die Märchen "Die Bienenkönigin", "Die Kristallkugel", "Jorinde und Joringel", "Von dem Machandelbaum" usw.

Daß unsere heidnischen Vorfahren in bestimmten Pflanzen, Quellen usw. göttliche Kräfte sahen, war keine Einbildung - das waren keine fixe Ideen, wie sie heute so alltäglich sind. Das war erlebte Wirklichkeit. Alles was in der Natur noch nicht anders erklärbar war, waren Zeichen des Wirkens von Göttern und Geistern - guten oder bösen Geistern. Man war mit der Natur eng verbunden und hielt sich selbst für ein Teil der Natur und beobachtet stets genau, was in seiner Nähe so vor sich ging und tauschte sich bei den abendlichen Gesprächen über seine Beobachtungen mit seinen Nachbarn aus. Auf diese Weise sorgte die Gemeinschaft für den Schutz aller ihrer Mitglieder - in der Gemeinschaft fühlte man sich daher geborgen und beschützt. Der Lindenbaum, unter denen unsere Vorfahren noch all abendlich sich unterhielten, durfte daher in keinem Dorfe fehlen! Das Volkslied "Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum,.. " hat in dieser alten Kultur seinem Ursprung und seine Wurzel. Die Natur stand im Verständnis unserer heidnischen Ahnen über den Menschen.

Und wenn schwer verletzte Tiere, wie von einer magischen Kraft gelenkt, bestimmte Quellen aufsuchten und dabei weder Mensch noch Tier beachtend aus diesen Quellen tranken und wieder gesundeten, so mußte in diesem Wasser göttlich heilende Kräfte wirken und von der Quelle göttliche Anziehung aus gehen. Es wird auch von Quellen berichtet, welche alte kranke Menschen wieder gesunden ließen und diese dann jünger aussahen. Es war daher nur zu verständlich, daß man solche Quellen für heilig hielt, sie nicht beschmutzte - oder gar wie heute oft üblich, in sie hinein pinkelte. Solch kulturloses Verhalten, wie es heute üblich ist, war unseren heidnischen Vorfahren völlig unbekannt. Nicht einmal ein Ausgestoßener (Waldgänger) hätte im Traum an solch einen Frevel gedacht - die eigene Ehrfurcht vor den Kräften der Natur ließ solches gar nicht zu.

Auch die vielen alten Volkslieder haben i.d.R. einen realen Hintergrund, auch wenn sie den echten Zusammenhang mitunter poetisch überhöhen. Ich möchte hier als Beispiel an das Lied erinnern "Und in dem Schneegebirge, - Da fließt ein Brünnlein kalt; - : Und wer des Brünnleins trinket, : - Wird jung und nimmer alt. ..." Bestimmten Quellwässern wird aus gutem Grund heilende Wirkung zugesprochen. Viktor Schauberger hat aus seinem Erfahrungsschatz davon berichtet. Durch Viktor Schauberger wird uns auch verständlich, warum unsere heidnischen Ahnen jenes Quellwasser nur nachts oder gegen Morgen bei Mondschein vor dem Sonnenaufgang aus den Quellen schöpften.

Die alten Gottheiten kann man daher nur in diesem Naturverständnis richtig in das Leben unserer heidnischen Vorfahren einordnen. Ohne diese Wissen um die Natur - dieses gelebte Naturwissen, ohne diese heidnische Weltanschauung haben auch die alte Gottheiten ihren Sinn verloren. Daher können wir heute die alten Götter nicht einfach mal so wiederbeleben. Wir müßten dazu vorher wieder diese alte Weltanschauung in uns aufleben lassen können. Doch das sind Wunschvorstellungen. Die heutigen Heidengruppen mögen ja gute Vorsätze haben, aber sie sind nun mal nur noch heidnische Folklore-Gruppen, welche aber die Erinnerungen an die alten Zeiten wach halten. Sie sind also nicht nutzlos.

Wir erkennen bereits hierin die entgegengesetzte Kultur unserer Ahnen zu der heutigen aus dem antiken Ägypten als auch der Ideologie des sogenannten Christentums. Aber das oben Beschriebene ist nur ein Teil des gesamten Weltbildes unserer heidnischen Ahnen. Die Weltanschauung unsere heidnischen Ahnen reicht noch viel weiter und viel tiefer. Dazu müssen wir uns die Lebensbedingungen vorstellen unter denen sie lebten: oft lange sehr kalte Winter und mitunter wenig ertragreiche Sommer. Auch für die Bodenbearbeitung hatte man ja nicht die Technik von heute. Die geringen Erträge in den warmen Jahreszeiten mußten mühevoll eingebracht werden. Auch das Hausvieh mußte ja über den Winter mit dieser mitunter geringen Ernte bis zum Frühjahr durch gefuttert werden.

Es war auch in jenen Zeiten nicht alles "Friede, Freude und Harmonie"; es gab (wie uns die Island-Sagas erzählen) auch schon mal schwere Auseinandersetzung. Doch diese bestimmten nicht den Alltag im bäuerlichen Leben - sie waren mehr die Ausnahmen. Denn man war damals sehr stark aufeinander angewiesen. Denn das Leben in jener Zeit war mit harter Arbeit und auch mit Entbehrungen verbunden. Die Unbilden der Natur zwang also die Menschen der Natur all das abzutrotzen, was unter den damaligen Bedingungen möglich war. Die Natur zu beobachten, um so Mittel und Wege zu finden, ihr noch mehr Ernteerträge abzuringen, seine Ernte, Hab und Gut gegen Unwetter rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, das war unter diesen Bedingungen geradezu zwingend. Die alten Bauernregeln zeugen heute noch davon.

Man macht sich heute gerne lustig über diese Bauernregeln, weil sie nicht immer eine sichere Wettervorhersage garantieren. Man darf dabei nicht vergessen, daß wir heute ganz andere technische Möglichkeiten haben, die den damaligen Menschen nicht zur Verfügung standen. Und zudem, sie waren Regeln und keine Naturgesetze - und sie sind immerhin so sicher, daß auch heute noch die moderen Wetterfrösche gern bei längerfristigen Vorhersagen auf sie zurück greifen.

Es war daher ein deutlicher Fortschritt, wenn man ausreichend genau den Tag im Monat bestimmen konnte, um die optimale Zeit zur Aussaat bestimmen zu können. Wenn wir heute die Scheibe von Nebra als das Zeugnis der Menschheit über kosmische Beobachtung und als ersten Kalender der Menschheit bewundern, so ist dieses vor der Sachlage her gar nicht verwunderlich - ja eher logisch. Im antiken Ägypten brauchte man eine solche Scheibe nicht - dort ware ein Kalender nur eines von vielen bürokratischen Mitteln zur staatlichen Organisation.

Daß die christlichen Wissenschaften mit der Scheibe von Nebra so ihre Probleme hat, wird aus dem geschilderten Gesamtbild nur zu verständlich. Gilt in deren Kreisen doch immer noch das antike Ägypten als auch das Reich der Sumerer als die Wiege der Menschheitskultur. Ja nicht einmal das alte China wird in diesen Kreisen in die Betrachtung mit einbezogen - der fernen Osten existiert in vielen Bereich der "christlichen Geschichtsschreibung" der "freien westlichen Welt" gar nicht! Und wenn er darin vorkommt, so doch oft in der Form von Märchen - so wie das Märchen vom großen Tschingis Kahn. Wir sollten uns daher stets an den Spruch des Feldherrn Napoleon erinnern: "Geschichte ist die Lüge, auf die man sich geeinigt hat!"

Literatur:
1) Tannenberg-Jahresweiser 1932, 1933, 1934; Ludendorffs Volkswarte Verlag
2) Helmut Schröcke: Germanen und Slaven; Verlag für ganzheitliche Forschung, Viöl