Hugin und Munin
die alte Naturanschauung unserer Urahnen  wie könnte zukunftweisendes Heidentum heute aussehen?  
war bedeutet Heidentum eigentlich?   wie stelle ich mir das Heidentum von morgen vor?
 

 

 





 
Was finden Sie hier?

Fangen wir doch besser damit an, was Sie hier nicht finden werden. Es ist das Nachtrauern und die Versuchung eine vor vielen Jahrhunderten untergegangene Kultur wieder zu beleben. Ich habe aber für viele dieser Weltnetzseiten, welche diese alte Kultur in Erinnerung halten wollen, volles Verständnis. In macherlei Hinsicht sind sie sogar recht gut, denn sie regen den Besuchern sicherlich mehr an, sich mit dieser alten Kultur zu befassen, als das was meine Weltnetzseite dazu tun beitragen könnte. Doch diese Art von Weltnetzseiten gibt es bereits derart viele, sodaß solche Seiten von mir wirklich nicht mehr notwendig sind.

Ich möchte mich daher mehr mit grundsätzlichen Gedanken zum Thema Heidentum befassen und mehr Grundsätzlichere Fragen stellen:.

a) Handelt es sich bei der Weltanschauung unseren Vorfahren wirklich um eine Religion bzw. Glauben oder spiegelt sich hierin nicht eher der Erkenntnisstand der damaligen Zeit wider?
Physiker sagen ja heute auch: "... damals wie heute glaubten und glauben sehr viele Wissenschaftler an einen Lichtäther." oder: "Experten glauben an eine physikalische Notwendigkeit." Und trotz dieser vielen Glaubensgrundsätzen in den Wissenschaften, sagt auch keine Wissenschaftler "Bei der Physik, Chemie, Biologie usw. handelt es sich um Religionen."
b) Bekanntlich hängt unser Wissen und Denken unmittelbar mit dem Umfang und der Struktur unserer Sprache zusammen. Wofür uns unsere Sprache (noch) keine Worte gibt, das können wir auch nicht korrekt beschreiben. Wenn also die Beschreibung der Umwelt, von Ereignisse, Erscheinungen usw. bei unseren Ahnen mittels des Wirken von Göttern erfolgte und damals auch nur so erfolgen konnte, dann spiegelte deren Weltanschauung ja den Stand des derzeitigen Wissen wider. Und wir müssen uns daher fragen: War der sogenannte Glaube unserer Ahnen nicht eher eine Form von Naturwissens?
 

Gerade bei archäologischen Funden zeigt sich immer wieder, daß es selbst Wissenschaftlern schwer fällt, solche Funde wie Stonehenge zu verstehen; obwohl man diesen Leuten nun wirklich kein mangeldes Fachwissen oder Uninteressiertheit nachsagen kann. Diese Experten haben aber alle ihre Probleme, diese Zeit mit ihren Menschen zu verstehen. Sich in die Gedankenwelt und das Streben jener Menschen hinein zu versetzen, fällt selbst den Wissenschaftlern offensichtlich schwer. Daher halte ich grundsätzliche Gedanken zu unseren Ahnen für sehr sinnvoll. Denn was nutzt es uns, diese alten Götter mit ihren Namen zu kennen, wenn uns nicht bewußt sind, welche Rolle sie im wirklichen Leben unserer Ahen spielten. Und genau da werfen sich viele Fragen auf:
1. Was war das alte Heidentum eigentlich? Wie müssen wir uns diese Menschen in ihrer Geisteshaltung vorstellen? Warum "glaubten" sie an Götter.
2. Welche Aufgabe hatten die Götter in den Vorstellungen unserer Ahnen? Wie sollten wir uns die Funktion der Götter in ihrem Leben vorstellen?
3. In welchem Maße sind unsere Vorstellungen von den Götterwelten (auch unserer Ahnen) durch unsere Erziehung vorgeprägt? Und zwar durch das nahezu 1000 Jahre auf uns einwirkende Gedankengut des Judentums samt deren Sekten. Können wir aus dem heute üblichen Verständnis heraus unsere Vorfahren überhaupt noch verstehen? Ist unser Geist wirklich so frei, daß wir tatsächlich in eine offensichtlich völlig andersartige Geisteswelt uns hineinversetzen können?

Zu diesem Fragekomplex möchte ich Ihnen einige Anregungen zu neuen Antworten mitgeben. Denn wir werden unsere Ahnen mit ihren Göttern erst verstehen können, wenn wir wissen, was unsere Ahnen damals bewegte. Daher muß man sich auch mit deren Götter befassen. Mit dem Wissen um die Geisteshaltung unsere Ahnen erhalten diese alten Götter dann einen neuen Sinn, der uns davon weg führt, diese alte untergegangene Götterwelt auszugraben, um ihr neues Leben einhauchen zu wollen. Denn, wenn wir den alten Göttern einen falschen Sinn geben, werden wir keinen der Götter auch nur ansatzweise wiederbeleben können - und ob es in der heute technisierten Welt sinnvoll wäre, das sollten wir uns zu erst einmal selbst fragen.

Auch zu diesem Fragekomplexen möchte ich Ihnen einige Anregungen zu neuen Antworten mitgeben. Und zur Abrundung stelle ich meine Vorstellungen über ein neues Heidentum vor, daß die Ideen der alten Götterwelt mit der heutigen Zeit vereinen soll. Das ist heute mehr nötig den je. Ich hoffe, daß ich Ihnen einige neue interessante und aufbauende Gedanken zum Thema Heidentum mitgeben kann.