Wo das Wissen aufhört, fängt die Religion an!
»Sermones« 247 von Augustinus
 

 

 

 

 

 

 

Wie entstand das Leben
Einleitung
Es tobt heute einen Widerstreit zwischen Darwinisten, Kreationisten und den Vertretern des "intelligent design". Wollen wir die geistig-invaliden Trolle — die Jahwehgläubigen, mal bei Seite lassen; so können wir aber doch sagen: Die Evolutionstheorie nach Darwin (entsprechend dem heutigen Stand) hat sich mit einigen nicht unwesentlichen Mängeln als richtig erwiesen. Das soll keine Herabwürdigung Darwins sein. Denn auch Darwin konnte nicht mehr wissen als er selbst erforscht hat und in der damaligen Zeit als Stand der Erkenntnis bekannt war. Nur auf dieser Basis konnte seine Theorie aufbauen. Der über 100 Jahre spätere Stand der Erkenntnis war ihm ja nicht zugänglich. Man sollte auch dem größten Genie zugestehen, daß er nicht alles wissen und daher auch irren kann — zumal in jenen Punkten, wo jenes Genie zu seiner Lebenszeit über ein nicht ausreichendes Wissen verfügte oder das Wissen seiner Zeit fehlerhaft war.

Weiterhin müssen wir sagen: Die Anhänger des "intelligent design" üben nicht in allen Punkten grundlos Kritik an der darwinschen Evolutionstheorie. Denn es ist durchaus nachvollziehbar: Wenn eine Theorie oder ein Teil der Theorie nicht beweisbar ist, also eine Annahme getoffen wird, die nicht beweisbar ist und im Widerspruch zur Realität steht, dann kann mit guter Sicherheit angenommen werden, daß sie zumindest in dem besagten Punkte nicht zutreffend sein kann. Es müssen also andere Gesetzmäßigkeiten die Evolution bestimmen. Ob die Annahmen der Vertreter des "intelligent design" zutreffend sind, sei hier erst einmal offen gelassen. Und so ist es in der Realität auch: Nicht immer ist der Stärkste der evolutionäre "Sieger", sondern jener, der sich den gegebenen Umweltbedingungen am Besten und vor allem rechtzeitig anpassen konnte. Aber da besteht oft ein Problem — und zwar das Problem "Zeit". Und genau das wollen wir ein wenig näher betrachten.

Wie kann man sich die Evolution vorstellen?
Man muß also die Frage stellen: Wie kann sich ein Organismus in oft sehr kurzer Zeit so stark genetisch verändern? Auf welcher Basis funktioniert dieser evolutionäre Mechanismus? Die zufällige genetische Mutation kann es nicht sein — für sie (und das wird inzwischen von allen Seiten akzeptiert) reicht die tatsächliche Zeit (oft um mehrere Größenordnungen abweichend) nicht aus. Es muß also einen Mechanismus geben, der wohl eine genetische Veränderung auszulösen vermag, der aber nicht zufällig erfolgt und zudem zielgerichtet sein muß. Und genau das ist das wesentliche Argument der Anhänger des "intelligent design" gegenüber die Evolutionstheoretiker.

Auch wenn diese zielgerichteten genetischen Veränderungen nicht immer zum Erfolg führen, so muß deren Erfolgswahrscheinlichkeit doch so hoch sein und sie müssen derart zielgerichtet erfolgen, daß jene Lebewesen in ihrer Art bzw. Gesamtheit in der Lage sind, sich im beobachteten Zeitraum derart schnell zu wandeln. Daher ist meine Vermutung nicht ganz unbegründet, daß dieses durch die von Dr. Hamer entdeckten biologischen Naturgesetze erfolgt — die besagten Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme (SBS). Denn sie sind unter bestimmten Bedingungen in der Lage genetische Veränderungen auszulösen, und deren Wirken ist stets zielstrebig — nie zufällig und nie wahllos! Denn diese SBS sind ja Programme, die dem Lebewesen das Überleben in nicht "vorhersehbaren" Situationen sichern sollen.

Den Begriff "vorhersehbar" betrachte man bitte nicht als menschliche Erfahrung aus der Berufsausbildung, sondern aus der natürlichen "Erfahrung" eines Lebewesen im Widerstreit mit seiner Umwelt. Das soll heißen: Alle jene Situationen, die z.B. einem Tier im Leben als vertraut vorkommen und die es aus seiner alltäglichen Erfahrung mit seiner Umwelt kennt, gehören zu den "vorhersehbaren Situationen" — hingegen gehören alle Situationen, die ein Tier bisher noch nicht erleben konnte und auf die es nicht vorbereitet ist, zu den "nicht vorhersehbaren Situationen". Um also auch in "nicht vorhersehbaren Situationen" im Leben bestehen zu können, hat Mutter Natur den Lebewesen diese SBS auf dem Lebensweg mit gegeben. Diese SBS sind also eine Art intelligente biologische Überlebensstrategie — und genau das ist der biologischen Sinn und Zweck, wozu Mutter Natur den Lebewesen diese SBS mitgegeben hat.

Woher kommt das Leben?
Aber noch eine Kritik der Anhänger des "intelligent design" gegenüber den Darwinisten der heutigen Zeit ist berechtigt: Nicht alles läßt sich mit der heutigen darwinschen Theorie erklären — vor allem nicht, wie das Leben auf der Erde entstanden bzw. auf diese gekommen ist. Alle bisherigen Annahmen betreffs "Entstehung der Urlebewesen in der sogenannten Ursuppe" sind rein hypothetischer Art und sie konnten bisher in keinem praktischen Versuch auch nur ansatzweise bewiesen werden. Doch es gibt inzwischen praktische und vor allem überprüfte und überprüfbare Hinweise, daß das Leben (entgegen bisherigen Annahmen) gar nicht auf der Erde entstanden sein muß — die Erde kann also über Meteoriten mit Leben sozusagen "verseucht" worden sein. Denn viele Mikroben haben sich entgegen den bisherigen Lehrmeinungen als unerwartet überlebenszäh erwiesen. Selbst das Vakuum des Weltalls und die extremen Drücke, so wie sie beim Aufschlag von Meteoriten entstehen, vermögen sehr viele Mikroben lebend zu überstehen. Da liegt also der Verdacht sehr nah, daß es ja gar nicht notwendig ist, daß das Leben nur auf der Erde entstanden sein kann — es kann durchaus in den fernsten Weiten zu fernsten Zeiten im Universums entstanden und zu uns gekommen sein (siehe z.B. Beitrag des DLF vom 11.04.2007 Raumschiff aus Stein).

Und wenn wir die "wissenschaftliche" Hollywood-Story vom Uhrknall — jene wundersame Mär, die in allen Physikbüchern und Lexika steht, wo aber in "Wirklichkeit" dem Jahweh der Wecker von Nachttisch fiel und die Rädchen alle auseinander stoben und so die Welt entstand — jenen sagenhaften Uhrknall, den wohl einer der Bild-Zeitungs-Reporter vor vielen Milliarden von Jahren live mit der Kamera gefilmt hat — wenn wir also diese "wissenschaftliche" Hollywood-Story vom Uhrknall mal als das betrachten, was sie ist: Die Bibel-Story auf "Wissenschaft" getrimmt — dann kommen wir der Realität schon relativ nah. Denn diese wundersame Mär vom Uhrknall ist doch nur eines der vielen religiösen Dogmen im Bereich der Wissenschaften, die in vielen bunten Bildern nur zur Verdummung der Massen dienen, damit jene Studiosi mit offenen Mäulern diese spannende Kriminalgeschichte aus den Mündern ihrer Profs vor Aufregung zitternd bestaunen können.

Es müssen also auch die Fragen erlaubt sein: Hat es diesen märchenhaften Uhrknall wirklich gegeben? Woher kommt dann die Materie für diesen sagenhaften Uhrknall? Oder ist auch sie so wundersam aus dem Nichts entstanden, wie diese ganze Bibel-Story selbst? Und wer hat denn diesen sagenumwobenen Uhrknall live miterlebt?, wenn man schon mal auf dessen Existenz so penetrant besteht! Ist es nicht eher anzunehmen, daß das Universum schon immer bestanden hat, auch wenn die Sterne und Galaxien sich ständig wandeln? Und genau das halte ich für die realistische Version vom Universum. Denn mit dieser Annahme entfallen alle Fragen nach der notwenigen Zeit und den Bedingungen für das Entstehen des Lebens. Denn nicht nur die Zeitfrage für das Entstehen des Lebens ist dann völlig hinfällig. Auch für die Herausbildung dieses intelligenten Mechanismus — diese SBS — hatte Mutter Natur unendlich viel Zeit. Denn mit dieser Annahme hat das Leben für seine Entstehung und Entwicklung so unendlich viel Zeit gehabt, daß wir uns diese Zeit nicht einmal in der Größe von 1*101000.000.000.000.000.000 von Jahren ausgedrückt auch nur als Zahl selbst vorstellen können! Schreiben wir also für das Alter des Universums 1*10(unendlich) und schon werden viele der bisher offenen wichtigen Fragen einfach überflüssig — diese Fragen stellen sich dann nicht mehr! Auch die Kritiken der Anhänger des "intelligent design" lösen sich dann in NICHTS auf. Auch die Überprüfbarkeit unter welchen Bedingungen das Leben in welcher Zeit entstanden sein müßte, stellt sich nicht mehr — eben weil ein solcher Nachweis per Versuch praktisch nicht durchführbar ist — zumindest unter den heutigen Bedingungen. Und genau das ist auch das Ergebnis aller bisherigen Versuche in dieser Richtung!